Startseite
 Busse und Regeln
 Termine
 SMV
 Elternbeirat
 Klassenelternsprecher
 Veranstaltungen
 Klassen
 Einschulung
 Partnerschaft
 Jugendsozialarbeit
 LEBEN
 Ganztag
 St. Moses
 LERNEN
 Beratung & Hilfe
 WACHSEN
 Medienbildung
 Berufsorientierung
 Berufsberatung
 M-Zug
 Partner
 Kindergarten
 Übertritte
 Schulberatung
 Schülerzeitung
 Presseschau 2015
 Formulare
 Impressum

Medienbildung

1 von 26 Referenzschulen in Bayern
bpjmmodul

Eine Gesellschaft, die Wissen ständig nur austauscht, verlernt etwas Neues zu schaffen. “Smartphones befriedigen drei Fantasien: dass wir uns immer sofort an jemanden wenden können, dass wir immer angehört werden und dass wir nie alleine sind.” Das Alleinsein ist zu einem Problem geworden. “Was wir Langeweile nennen, ist wichtig für unsere Entwicklung. Es ist die Zeit der Imagination, in der man an nichts Bestimmtes denkt, seine Vorstellungen wandern lässt.”
Sherry Turkle


Referenzschule für Medienbildung

Die Grundschule Zusmarshausen und Mittelschule Zusmarshausen nahmen - zusammen mit 30 weiteren Schulen aller Schularten und aus ganz Bayern - seit dem Schuljahr 2010/2011 am Projekt "Referenzschule für Medienbildung" teil.

Was kennzeichnet eine Referenzschule für Medienbildung?

Eine "Referenzschule für Medienbildung" hat folgende Maßnahmen und Ziele in einem Medienentwicklungsplan systematisiert:

  • Sie hat passgenau auf ihr Profil ein fächer- und jahrgangsstufenüber- greifendes Medien- und Methodenkonzept erarbeitet.
  • Sie hat ein schulinternes Fortbildungskonzept für den Bereich Medien für ihre Lehrkräfte entwickelt.
  • Sie hat ein individuelles technisches Ausstattungskonzept gestaltet, das sich an pädagogischen Zielsetzungen orientiert.

Wie wurde eine Schule "Referenzschule für Medienbildung"?

Nach erfolgreicher Bewerbung 2010 verfolgte die Schule in einem zweijährigen Qualifikationsprozess systematische Medienentwicklungsplanung. Im Fokus mussten dabei der didaktische Mehrwert und verbesserte Unterrichtsqualität stehen. Bei gelungener Umsetzung erhielt unsere Schule am 2. Oktober 2012 das Gütesiegel "Referenzschule für Medienbildung".

Welche Aufgaben hat eine "Referenzschule für Medienbildung"?

Die "Referenzschule für Medienbildung" Zusmarshausen soll

  • die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler stärken,
  • die Unterrichtsqualität verbessern,
  • das Profil der Schule schärfen und
  • als Multiplikator weitere 10 Schulen im Landkreis Augsburg unterstützen.
ZusammenarbeitSafer InternetDay

Google statt Gehirn
Auszüge SZ Serie
Werden Menschen dümmer oder schlauer, wenn sie digitale Medien benutzen? Die Frage ist ähnlich sinnlos wie jene nach gesundem Essen und Trinken: Manches tut gut, zu viel ist schlecht. Videospiele können räumliches Denken fördern, aber zu viel Internet lähmt das Gedächtnis
von Christian Weber

Machen Computer und Internet nun schlau oder dumm?

Das Problem mit dieser Frage ist, dass sie in dieser Pauschalität etwa so sinnvoll ist, wie die Frage, ob Essen und Trinken gesund oder krank macht. Hinzu kommt, dass viele Studien zu dem Thema ungefähr so zuverlässig sind wie rückblickend erstellte Ernährungsstudien. Aber genau darum geht es, wenn man die Wirkung von Computer und Internet erforschen will: um das Medium, die Dosis, den Inhalt - sowie den Umgang mit diesem. Es ist ein Unterschied, ob ein Kind vor dem Abendessen gemeinsam mit dem Papa ein siebenminütiges Youtube-Video mit 'Shaun dem Schaf' auf dem Computer anschaut oder ob es fünf Stunden lang im Kinderzimmer allein an seiner Spielkonsole sitzt und virtuell Menschen tötet.

Nur wer als Kind und Jugendlicher regelmäßig liest, wird das kreative Potenzial seines Gehirns wirklich entfalten. Das ist etwas, was kein Forscher bezweifelt.

Man muss ja nicht gleich von einer Revolution im Klassenzimmer reden, sagt Elsbeth Stern, Lernforscherin an der ETH Zürich, vor überzogenen Erwartungen. Doch auch sie sieht in dem Computer eine große Hilfe, etwa beim Vokabel-Lernen oder Kopfrechnen. 'Hilfreich ist die sofortige und individuelle Rückmeldung', sagt Stern. Viel besser sei das als eine Klasse, in der die einen sich langweilen und die anderen überfordert sind. 'Vermutlich wird irgendwann jeder Schüler ein Notebook in seinem Ranzen haben.' Allerdings plädiert auch Stern dafür, ein paar analoge Fertigkeiten zu pflegen. Auch die Kinder des 21. Jahrhunderts sollten lernen, Landkarten zu nutzen und gelegentlich ein Buch ohne Bilder lesen. Und vor allem sollten die Kinder unbedingt ihre Schreibschrift pflegen: 'Die braucht man spätestens dann, wenn der Strom ausfällt.'

Süddeutsche Zeitung, Samstag, den 29. September 2012, Nr.226, Seite 24

  • "Sheeplive", eine mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Zeichentrickfilm- Serie aus der Slowakei. Insgesamt neun Zeichentrickfilme sollen Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren über Risiken im Netz aufklären und sie dabei unterstützen, ein Bewusstsein für die sichere und verantwortungsvolle Nutzung Neuer Medien zu entwickeln. Schauplatz der Zeichentrickfilme ist eine Alm, auf der Schäfer, Schafhirt und Schafe friedlich zusammen leben. Die Idylle wird jedoch immer wieder durch den unbedachten Umgang der Schafe mit Internet, Handy & Co getrübt. >> LINK
  • Nutzungsordnung >> LINK und Amtsblatt vom 16. November 2012 >> KWMB-2012-21
  • Medienentwicklungsplan MEP der Schule Zusmarshausen >> LINK
  • Medien & Recht >> LINK intern,  Umfanreiches Material bei Schau hin >> LINK, Medienpädagogik und Medienkultur >> LINK  Information der Polizei für Jugendliche >> LINK >> LINK lokal  Flyer ISB >> LINK
  • SaferInternet
    Österreichische Seite mit vielen Informationen für Eltern und Jugendliche
    http://www.saferinternet.at
    Klicksafe
    Das deutsche Pendant zu SaferInternet. Die Anleitung zum Umgang mit Facebook finden Sie hier.
    http://www.klicksafe.de
    BSI für Bürger
    Informationsseite des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik. Die 10 Tipps zum Umgang mit sozialen Netzwerken finden Sie hier.
    http://www.bsi-fuer-buerger.de
     
Geschützter Bereich
30 ReferenzschulenVerleihung

Medien prägen unsere Gesellschaft in einem noch nie gekannten Ausmaß. Umso wichtiger ist es, sich dieses Einflusses bewusst zu werden und ihn zu reflektieren. Gleichzeitig müssen junge Menschen die Kompetenz erwerben, sinnvoll, verantwortungsbewusst, effektiv und kreativ mit Medien aller Art umzugehen. In diesem Zusammenhang kommt vor allem auch der Institution Schule die Aufgabe zu, die Medienkompetenz aller Schüler weiter zu fördern, um sie so auf die Anforderungen der Zukunft in Studium, Beruf und im täglichen Leben vorzubereiten.
Die „Verbesserung der Medienkompetenz“ ist also Ziel schulischer Bildung! Es gilt somit zu klären, was hierunter zu verstehen ist. Im schulischen Kontext ist es sinnvoll, eine Zielvorstellung im Sinne eines bestimmten Niveaus von Medienkompetenz zu entwerfen, welches die Schüler zu einem gewissen Zeitpunkt er reicht haben sollten.

In diesem Sinne lässt sich ein Mensch als medienkompetent bezeichnen, der

  • die individuellen Voraussetzungen besitzt (Wissen, Können, Wollen),
  • um in einer bestimmten Situation (komplex, dynamisch, nicht vorhersehbar, nicht standardisiert)
  • im Einklang mit allgemein akzeptierten Standards und Werten (angemessen, verantwortlich, effektiv)
  • medienbezogen zu handeln (aktive Auseinandersetzung mit Medien, Nutzung von Medien).Medienkompetenz konkretisiert sich zum Beispiel darin, dass Schüler noch besser als bisher dazu in der Lage sind, Computer sinnvoll, verantwortungsbewusst und reflektiert zu nutzen oder Informationen aus unterschiedlichen Quellen sachgemäß auszuwählen, zu bewerten, zu verarbeiten und zu präsentieren.
    Der Weg dorthin lässt sich als ein Prozess verstehen, der in diesem Zusammenhang als Medienbildung bezeichnet wird. Die zunehmende Medienkonvergenz hat dazu geführt, dass „ ( ... ) alle Medien auf einer digitalen Grundlage zusammengewachsen sind (... )“ In diesem Sinne ist Medienbildung heute auch immer „digitale“ Medienbildung und schließt die informationstechnische Bildung mit ein.
    Um das Ziel der Verbesserung der Medienkompetenz in der Schule zu erreichen, muss darauf hin gearbeitet werden, u. a. folgende Voraussetzungen zu schaffen:
  • Die Schüler haben sowohl die Möglichkeit als auch die Zeit, Medien aller Art in der Schule aktiv zu nutzen und sich kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen – sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unterrichts und in unterschiedlichen Kontexten.
  • Die Lehrkräfte verfügen über die Fähigkeit, qualitativ hochwertigen und methodisch-didaktisch durchdachten mediengestützten Unterricht durchzuführen. Offenen, schülerzentrierten Unterrichtsformen wird ein noch größerer Stellenwert eingeräumt. Dem konstruktivistischen Grundverständnis des Kompetenzbegriffes folgend, kann Medienkompetenz nicht unmittelbar vermittelt, sondern „( ... ) nur durch selbstgesteuerte Prozesse erworben bzw. entwickelt ( ... )“  werden.
  • Die Schule verfügt über die entsprechenden schulorganisatorischen und technischen Rahmenbedingungen, die gute Voraussetzungen zum Erwerb von Medienkompetenz bieten.
  • Medienkompetenz auf Seiten der Schüler und Lehrkräfte ist gleichzeitig Bedingung dafür, dass durch den Einsatz von (digitalen) Medien eine deutliche  Verbesserung der Unterrichtsqualität gegenüber “traditionellem Unterricht” erreicht werden kann.
     
LOGO_RfM_500px